Hier zunächst einmal die Einführung in alle deine Meditationen:

Eine Meditation wird gelingen, wenn keine Erwartung da ist, und der innere Dialog langsam abklingt. Das ist der schwierige Teil, der innere Dialog und die Gedankenflut. Mit Gewalt erreicht man nichts, mit einer Willensentscheidung die Gedanken zu leeren – unmöglich. Wie dann? Einfach die Gedanken und Wörter nicht beachten, diese werden immer schwächer und versiegen, die Aufmerksamkeit ist entzogen.

Suche dir einen besonderen Platz für die Meditation; die Atmosphäre, die du schaffst, hilft den Geist zu beruhigen. Ungestörtsein ist ganz wichtig, daher, schalte das Telefon und das Mobilfon stumm und stelle die Türklingel ab.

Wähle eine Zeit, zu der dein Geist von alltäglichen Belangen unbelastet ist. Behalte, wenn es geht, täglich Ort und Tageszeit bei; das hilft dem Geist, sich schneller zu beruhigen. Versuche, mindestens 10 Minuten zu meditieren, am günstigsten ist eine halbe Stunde Meditationszeit. Stelle dir eine Meditationsuhr oder einen Wecker, dann musst du während des Meditierens nicht immer wieder zur Uhr schauen, was dich ablenken würde.

Setze dich auf einen Stuhl, Oberschenkel und Unterschenkel in einem rechten Winkel und stelle die Füße auf den Boden. Oder setze dich auf den Boden in Meditationshaltung. Der klassische Meditationssitz, der Lotussitz, oder die Leichte Stellung sorgen für einen festen Grundsitz mit dem Dreieck als Basis, um den Energiefluss geschlossen zu halten. Setze dich auf ein Meditationskissen, wenn deine Knie sehr viel höher sind als die Hüftknochen. Es sorgt für eine aufrechte Wirbelsäule. Halte Rücken, Nacken und Kopf in einer geraden Linie. Lege die Hände mit den Handinnenflächen nach oben auf die Knie. Gern dürfen Daumen und Zeigefinger sich berühren, um die klassische Meditationsgeste zu formen. Behalte während der gesamten Meditation die aufgerichtete Wirbelsäule bei, aber entspanne nun den ganzen Körper. Sorge dafür, dass sowohl Hals als auch Nacken sich frei und entspannt anfühlen. Entspanne deinen Kiefer und deine Stirn. Entspanne deine Schultern und die Arme. Entspanne alle Muskeln vom Scheitel bis zu den Füßen. Alle Anspannung, die du nicht brauchst um aufrecht zu sitzen, darf in die Erde abfließen.

Ziehe deinen Geist und deine Sinne von allen äußeren Ablenkungen zurück, und komme ganz bei dir selbst an, in innerer Stille. Lasse deinen Geist zunächst frei schweifen; er wird nur noch unruhiger, wenn du ihn zur Konzentration zwingst. Lass dann aber nach und nach alle Gedanken einfach an dir vorüberziehen, ohne ihnen weiterhin Aufmerksamkeit zu schenken.

Richte deine Aufmerksamkeit stattdessen auf deinen Atem, lass den Atem einfach ruhig und gleichmäßig fließen. Nun bringe den Geist zum Konzentrationspunkt deiner Wahl -> suche dir eine der Meditationen aus.

Während der Übung in der von dir ausgesuchten Technik bleibe die ganze Sitzung über bei diesem Konzentrationspunkt.

Wenn dein Wecker erklingt und das Ende der Meditation da ist, komme mit deinem Bewusstsein langsam wieder ins Außen zurück. Bewege Füße und Hände, strecke und dehne den Körper, öffne dann die Augen, und sei wieder zurück in Raum und Zeit.


„Meditation ist ein beständiger Fluss der Wahrnehmungen oder Gedanken, wie das Strömen des Wassers im Fluss.“
Swami Vishnu Devananda

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